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Mann der ersten Stunde: Kuno Röder
GSU History • 28. Juli 2022
Mit seinem Namen können die meisten Ehemaligen der German Security Unit (GSU) kaum noch etwas verbinden: Kuno Röder, Superintendent und einer der »Männer der ersten Stunde«der Einheit, die zu jener Zeit noch aus zwei Kompanien mit jeweils vier Zügen bestand.
Tatsächlich war der frühere Kriegsteilnehmer im Dezember 1950 mit dabei, als der damalige Watchmans Service seinen Dienst aufnahm. Röder verrichtete seine überwiegende Dienstzeit als Offizier im Stab, zuletzt als Superintendent. Zeitzeugen beschreiben ihn als einen ruhigen und kompetenten Menschen. Vor allem mit Heinz Radtke, dem späteren Chef der Wachabteilung und stellvertretenden Einheitsführer, verband ihn ein freundschaftliches Verhältnis. Bei dessen Heirat wirkte Röder, der im Juli 1922 geboren wurde, als Trauzeuge.
Auch seine Frau Erika war Angehörige der GSU. Somit waren sie eines der wenigen Ehepaare, die bei der Einheit unter Vertrag standen. Erika Röder war als Verwaltungsangstellte tätig.
Zu Kuno Röder sind derzeit nur wenige Fakten über seine Herkunft und Zeit als Soldat bekannt, auch wenn inzwischen einiges Bildmaterial vorliegt. Fest steht, dass Röder - wie die meisten Führungsoffiziere jener Zeit - über eine Unterkunft im Kompanieblock verfügte. Als er sich dort am Morgen des 10. Januar 1968 umzog, seinen Dienst aber nicht antrat, fanden ihn Kameraden, die nach dem Rechten sehen wollten, leblos auf.
Der Superintendent starb mit nur 45 Jahren eines natürlichen Todes und ist der bisher einzige bekannte Fall eines GSU-Angehörigen, der in der Smuts Kaserne zu Tode kam.
Seine Witwe Erika war weiterhin bei der GSU tätig, bis auch sie überraschend im März 1983 mit 51 Jahren starb.
Das Ehepaar fand seine letzte Ruhestätte auf dem Spandauer Friedhof In den Kisseln. Das Grab ist allerdings seit 2007 erloschen.
Heute wäre Kuno Röder 100 Jahre alt geworden.

Nach einem ereignisreichen Jahr startet GSU HISTORY gleich in das neue. Aktuell führen zwei Spuren in die Vereinigten Staaten, um das Schicksal zweier Ex-Kameraden der German Security Unit aufzulösen. In einem Fall hat sich bereits die Tochter eines ehemaligen Guards gemeldet und schreibt ihre Erinnerungen nieder, um das Leben ihres Vaters zu erhalten. Freuen Sie sich also auf neue Entdeckungen und Erinnerungen. Wenn auch Sie ein Ehemaliger oder ein Verwandter eines früheren GSU-Angehörigen sind, melden Sie sich gerne. Ihnen allen ein frohes Neues Jahr!

Das Jahr 2025 neigt sich nun seinem Ende zu, und rückblickend stand die Zahl „75“ im Vordergrund. GSU HISTORY nutzte nämlich die Gelegenheit, an die Aufstellung, die Mobilisierung und die Indienststellung des damaligen Watchmens Service der German Service Organisation im Jahr 1950 zu denken. Einer Einheit, aus der Anfang der 1980er Jahre die German Security Unit (GSU) hervorgegangen ist. Die Protagonisten der Gründungszeit sind inzwischen alle vom Großen Feldherrn abberufen worden. Stellvertretend für alle verstorbenen Ex-Guards erinnern wir nochmals an jene belegten Fälle, in denen frühere GSU-Leute im Jahr 2025 ihren 90. oder 100. Geburtstag begangen hätten. 90 Jahre alt geworden wären u.a. Günter Albrecht (Dienstzeit: 1974-1994), Hans-Joachim Hübner (Dienstzeit: 1976-1994) sowie Karl-Heinz Sander (Dienstzeit: 1974-1994). 100 Jahre alt geworden wären u.a. Ulrich Jäckel (Dienstzeit: 1950-1988), Norbert Luckner (Dienstzeit: bis 1988), Werner Nowka sowie Heinz Radtke (Dienstzeit: 1952-1988). Sie alle bleiben unvergessen. Ihnen allen einen schönen Jahreswechsel und DANKE, dass Sie GSU HISTORY unterstützen und folgen.

Ein Stück Zeitgeschichte: Eingebettet in die neue Organisationsstruktur der German Service Organisation, die sich im Oktober 1950 aus der German Civil Labour Organisation gebildet hatte, wurden in West-Deutschland und auch im Britischen Sektor Berlins neue Wacheinheiten aufgestellt, die zunächst ausschließlich den Schutz der wichtigsten Militärliegenschaften der Briten zu gewährleisten hatten. Auch der damalige Watchmen´s Service in Berlin, aus dem 1982 die German Security Unit (GSU) hervorging, startete 1950. Heute vor 75 Jahren, am 1. Dezember 1950, zogen die ersten Rekruten in Smuts Barracks ein und begannen ihre Ausbildung. Die Einheit wurde bereits am 1. September formal aufgestellt, am 16. November übernahm schließlich der deutsche Aufbaustab seine Aufgaben. Unter den Männern der ersten Stunde waren auch Johannes Gohl und Werner Heise. Die GSU wurde in zwei Kompanien mit insgesamt acht Zügen organisiert und war 350 Mann stark – ein Personalkörper, der in dieser Größe nie wieder erreicht wurde. Unterstellt war die Truppe der British Garrison Admin Unit, die die GSU als Independent Unit führte, weshalb es auch keine Regimentszuweisung gab. Der britische Major Steel übernahm die Funktion des Commanding Officers, als erster deutscher Einheitsführer wurde Chief Superintendent Meiners eingesetzt. Mitte Februar erfolgte dann die formale Übernahme der Wachaufgaben. Vor 10 Jahren wurde noch einmal an die 1994 aufgelöste German Security Unit erinnert: Auf dem Gelände des Berliner AlliiertenMuseums wurde auf Initiative der damaligen Direktorin Gundula Bavendamm eine Ehrentafel enthüllt. Die Plaque of Honour erinnert seitdem auf historischem Boden an die einstigen Wach- und Polizeieinheiten der Deutschen Dienstorganisationen bei den Britischen und US-amerikanischen Streitkräften.

Ein fast unbekanntes, aber wichtiges Datum: Heute vor 75 Jahren, am 16. November 1950, zogen die ersten Guards des damaligen Watchmen´s Service der German Service Organisation Berlin in die Smuts Barracks im Ortsteil Berlin-Wilhelmstadt ein. Warum genau an diesem Donnerstag, ist bis heute noch ein Rätsel. Militärhistoriker gehen davon aus, dass es sich bei dem Datum um den frühesten Zeitpunkt des Abschlusses der Sicherheitsüberprüfung der Auserlesenen gehandelt haben könnte. Fest steht nämlich, dass die Einheit, aus der 1982 die German Security Unit (GSU) hervorging, offiziell zum 1. September 1950 durch britische Dienststellen als Teil des 1. Korps der Rheinarmee für aufgestellt erklärt wurde, die nunmehr vertrauenswürdige ehemalige Wehrmachtsoffiziere für künftige Führungsaufgaben suchten. Somit lagen zwischen dem Gründungstag und dem 16. November exakt nur 76 Tage. Diese wurden auf britischer Seite zur Bewältigung organisatorischer Aufgaben genutzt, ehe die ersten Deutschen ihre neue Kaserne betraten. Bei den Männern der ersten Stunde handelte es sich um künftige Führungskräfte. Von ihnen sind bislang namentlich nur zwei bekannt: Johannes Gohl , Ex-Major und Regimentskommandeur des Heeres und sein Kriegskamerad Hauptmann a.D. Werner Heise, der später die GSO in Richtung Bundeswehr verließ und noch bis zum Oberst aufstieg. Gohl übernahm als Chief Superintendent die Führung der 1. Kompanie und auch die Stelle des stellvertretenden Einheitsführers, ehe er 1952 als Staff Superintendent selbst Chef der Truppe wurde. In den ersten Jahren bestand der Watchmen´s Service noch aus zwei Kompanien mit jeweils vier Zügen. Insgesamt waren zu jener Zeit etwa 25 Offiziere zeitgleich bei der Einheit tätig. Am 1. Dezember 1950 nahm die Einheit ihren Dienstbetrieb auf, womit die ersten Rekruten in die Kasernen zogen, die schließlich Mitte Februar ausgebildet die damaligen Wachobjekte übernahmen.

Er war nicht nur der einzige Ex-Guard, der bis zum Schluss mit seinem alten Dienstgrad angesprochen wurde. Er war außerdem der vermutlich einzige Offizier, den man gleichermaßen mit Achtung und Respekt begegnete. Jedes Mal, wenn er auftauchte, wurde er insgeheim wie ein Pop-Star gefeiert: Heinz Radtke. Morgen wäre der ehemalige Chief Superintendent 100 Jahre alt geworden. Ein Rückblick auf sein Leben finden Sie hier ...
